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Fragen und Antworten

Autowäsche

 

Der Mieter darf seinen Wagen nicht mit Leitungswasser aus dem Hause waschen, da das Leitungswasser in der Regel nur für den normalen Verbrach / Gebrauch bestimmt ist und der Wasserverbrauch auf die Betriebskosten umgelegt wird. Es geht nicht an, dass die anderen Mitbewohner den Mehrverbrauch an Wasser mit bezahlen. Im übrigen ist es untersagt, auf Höfen und Straßen Autos zu waschen, um eine Verunreinigung des Grundwasser zu vermeiden.

 

Familienfeiern

 

Bei Familienfeiern muß auf die Einhaltung der Nachruhe ab 22.00 Uhr geachtet werden. Übermäßiger Partylärm ist vertragswidrig und berechtigt den Vermieter, dem Mieter nach einer erfolglosen schriftlichen Abmahnung fristlos zu kündigen. Gartenfeste, die sich im üblichen Umfang halten, müssen von den Nachbarn hingenommen werden. Bei besonderen Anlässen ( Hochzeit, Silvester, Karneval, ) ist auch eine Störung zumutbar. Es gibt kein allgemeines Recht, einmal im Monat die Nachtruhe der Nachbarn stören zu dürfen.

 

Styropor

 

Das anbringen von Styroporplatten und Paneelen ist grundsätzlich untersagt, da diese bei Mieterwechsel erfahrungsgemäß immer zu Problemen führt. In vielen Wohnungen, in denen bereits Styroporplatten und Paneele an den Decken und Wände geklebt wurde, ist bei einem Auszug der ausziehende Mieter für die Entfernung der Platten, Paneele und Klebereste einschließlich deren Entsorgung verantwortlich.

 

Abstellplatz Treppenhaus

 

Eine Unsitte ist es, Schuhe und Schuhschränke im Treppenhaus stehen zu lassen. Es sieht nicht nur unschön aus, es behindert auch beim Reinigen der Treppen und stellt vor allem eine Stolperfalle für Mieter dar, die an diesen Schuhschränken und diversen Schuhen vorbei laufen müssen. Auch ist der Zugang für Rettungskräfte wie z.B. Notarzt und Feuerwehr erschwert. Dies kann für jeden Mieter schlimme Folgen haben. Also, Schuhschränke und Schuhe gehören in die Wohnung und nicht vor die Wohnungseingangstür!

 

Betriebskosten als „ zweite Miete"

 

Immer mehr entwickeln sich die Nebenkosten zu einer zweiten Miete. Während sich der Wohnungsmarkt in den letzten Jahren beruhigt hat und der Mieter und Wohnungssuchende von außergewöhnlichen Mietsprüngen verschont bleiben, sind des jetzt die Mietnebenkosten, die das Wohnen immer teurer machen. Ganz wichtig zu wissen, ist auch die Tatsache, das die Kostenentwicklung zunehmend fremd bestimmt wird, dass heißt, durch unser Unternehmen nicht beeinflußbar ist.

 

Wenn auch nur im geringen Umfang eine Einflußnahme auf die Senkung der Kosten gegeben ist, so lohnt es sich doch, einige Hinweise zu beachten: Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius spart 6 % Heizkosten. Durch richtiges Lüften wird der Energieverbrauch beeinflußt. Sauerstoffreiche Luft erwärmt sich schneller.

 

Das richtige Sortieren und Entsorgen von Müll spart erhebliche Kosten. Stellen Sie die Abfallbehälter nur dann für die Entleerung bereit, wenn sie richtig voll sind. Lassen Sie, wenn möglich, Verkaufsverpackungen bereits im Geschäft zurück. Greifen sie beim Einkauf von Getränken und Pfandflaschen zurück. Nutzen Sie die im Abfallkalender angebotenen Möglichkeiten.

 

Zahlungsverzug

 

Die schwerwiegendste Folge des Verzugs mit der Mietzahlung ist die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses, § 554 BGB. Sie ist zulässig, wenn der Mieter entweder für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung des Mietzinses oder eines nicht unerheblichen Teils davon in Verzug ist oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung des Mietzinses in Höhe eines Betrages in Verzug gekommen ist, der den Mietzins für zwei Monate erreicht.

 

Kälteliebender Nachbar

 

Läßt der Nachbar auch im Winter seine Fenster dauernd geöffnet, ist dies kein Grund für eine Mietminderung. Erst wenn trotz voll aufgedrehter Thermostate die mindestens erforderlichen 20 Grad nicht erreicht werden , liegt ein Mietmangel vor. Erst dann können Sie den Vermieter auffordern, Abhilfe zu schaffen. Wird diese Mindesttemperatur erreicht, können Sie nichts gegen die erhöhten Heizkosten tun.

 

Rauchen in Gemeinschaftsflächen (z.B. Treppenhaus, Dachboden, Keller, Trockenraum)

 

Grundsätzlich ist jeder Mieter berechtigt, in seinen Wohnräumen zu rauchen.

Hinsichtlich der Gemeinschaftsflächen ist auf das Urteil des AG Hannover (70 II414/99 in NZM 2000) zu verweisen, indem das Nutzungsrecht für Gemeinschaftsflächen nicht im gleichen Maße gilt wie für die Wohnung. Daher hat das Gericht entschieden, dass grundsätzlich das Rauchen im Treppenhaus zu unterlassen ist.

 

Gartenpflege

 

Zur Betriebskostenabrechnung besonders zur Position „Gartenpflege" erreichen uns immer wieder Anfragen. Die gärtnerisch gepflegten Flächen dienen der Verschönerung des Anwesens oder der Verbesserung der Wohngegend. Unter Beachtung des § 14 Abs. 1 Miethöhegesetz in Verbindung mit § 27 Absatz 1 Zweite Berechnungsverordnung sowie Anlage 3 dieses Gesetzes gehören die Kosten in die Gartenpflege zu den umlagefähigen Betriebskosten.

 

Die Gartenpflege umfasst:

  • die Kosten der Pflege der angelegten Flächen ( sowie das Rasen mähen, Beschneiden von Hecken, Büschen und Bäumen)

  • Kosten der Bewässerung

  • Kosten der Erneuerung von Sandkästen auf Spielplätzen

  • Kosten für das Aufbringen von Rindenmulch

  • Kosten der Pflege von Plätzen, Zugängen und Zufahrten, die sich auf dem Grundstück befinden auf dem das Mietobjekt steht

  • Die Kosten der Erneuerung von Pflanzen und Gehölzen ( z.B. um eine Lücke zu schließen, die durch eine eingegangene Pflanze entstanden ist)


Hierzu kommen die Kosten der Unkrautbeseitigung sowie die Abfuhr des Rasenschnitts und der Gartenabfälle. Unter Beachtung dieser aufgeführten Arbeiten (soweit für das Grundstück zutreffend) ist es sicherlich verständlich, dass nicht bei jeden Einsatz die gleichen Kosten entstehen. Es wird mit Sicherheit zwischen den Betriebskostenabrechnungen von Jahr zu Jahr Unterschiede geben. Die Umlage der Kosten für die Gartenpflege erfolgt nach den von uns vorliegenden Rechnungen, die nach vorheriger Terminabsprache eingesehen werden können. Wir sind bemüht, Ihr Umfeld zu Ihrer Zufriedenheit zu pflegen und die Kosten dabei so gering wie möglich zu halten.

 

Abfallentsorgung

 

Die Müllabfuhr ist eine Dienstleistung, die bezahlt werden muß. Die Kosten für die Müllentsorgung sind Bestandteil der Betriebskosten und werden von jeden Mieter getragen. Es sollte deshalb das Grundanliegen eines jeden Mieters sein, durch diszipliniertes Verhalten bei der Müllentsorgung die Abfuhrkosten - und damit seine eigenen so gering wie möglich zu halten. Werfen Sie keinen Müll vor oder neben den Container. Schicken Sie keine Kleinkinder mit dem Müllbeutel zum Container, wenn Sie nicht an diesen heranreichen und den Müll davor werfen. Sorgen Sie dafür, dass die bereitgestellten Müllcontainer richtig gefüllt werden können. Werfen Sie keine sperrigen Gegenstände hinein. Wertstoffe ( Glas, Papier, Folie, Plastik) sind keine Abfälle und gehören nicht in den Müllcontainer. Benutzen Sie dafür den gelben Sack.

 

Richtig heizen und lüften


Neue Fenster und eine moderne Heizung machen nicht nur Freude, sondern können auch Probleme mit sich bringen. Die neuen Kunststoffenster lassen eine zwangsweise be- und Entlüftung des Raumes nicht mehr zu. Bedenkt man, das beim Baden, beim kochen, beim Wäschetrocknen und auch beim Schlafen in einem 4 - Personen -Haushalt immerhin pro Tag fast 10 Liter in Form von Dampf anfallen, wird klar, dass diese hohe Luftfeuchtigkeit nicht gerade zu einem erhöhten Behaglichkeitsgefühl beiträgt.


Und so wird es richtig gemacht:

  • lassen sie Ihre Wohnung nie ( auch über Nacht nicht) ganz auskühlen, um ein teures Aufheizen der ausgekühlten Räume zu vermeiden ( + 15 Grad möglichst nicht unterschreiten).

  • Lüften Sie - je nach Jahreszeit- morgens alle Räume 20 bis 30 min ( vor allem das Schlafzimmer)

  • Während des Lüftens sollen die Fenster nicht gekippt, sondern weit geöffnet und die Heizung natürlich abgestellt sein. Diese Stoßlüftung garantiert einen effektiven Luftaustausch in kürzester Zeit.

  • Verdecken Sie niemals den Fühler des Heizkostenverteilers! Dadurch verfälschen Sie das Messergebnis zu Ihrem Nachteil.

 

Musik in der Wohnung


Der Mieter darf in seiner Wohnung musizieren, Rundfunk hören und fernsehen.

Allerdings darf er hierdurch andere Mitbewohner nicht stören. Dies gilt vor allen Dingen während der allgemeinen Ruhezeiten (mittags 13.00 bis 15.00 Uhr und von 20.00 Uhr abends bis 7.00 Uhr morgens. In den Ruhezeiten muß auf jeden Fall die Zimmerlautstärke eingehalten werden. Vermieter und Mieter können über die Musikausübung im Mietvertrag entsprechende Vereinbarungen treffen.